Vorhang auf im Friedrich

 

 

 

 

Gemälde von Moritz Daniel Oppenheim, 1831 (Wikipedia gemeinfrei)

 

 

 

Heinrich Heine (1797-1856)

„Memoiren und Geständnisse“ 

 

 

„Vorzüglich. Muss verboten werden!“ verfügte einst Fürst Metternich nach der Lektüre Heines. Der Zensor erkannte die Qualität, fürchtete aber die Brisanz (die Nazis verboten ihn, ohne erst nach Qualität zu fragen, nur weil er Jude war).

 

Heine war ein Genie der deutschen Literatur, geachtet und verächtet zugleich; für die einen ein grandioser Humanist
und Freiheitskämpfer, für die anderen ein kränkelnder Troubadour in Loreley-Glückseligkeit.

 

In seinen brilliant und süffig geschriebenen Memoiren legt Heine – kurz vor seinem Tod in der Pariser „Matrazengruft“ – Zeugnis ab über sein Leben: Er erzählt von jüdischen Verwandten und christlichen Lehrern, er philosophiert und theologisiert, hadert mit aller Vertröstungsreligion und träumt sich am Ende dennoch auf den Stuhl Petri...
Heine weiß, was er der Welt bedeutet, gerade wenn er letztlich feststellt: 
„Es ist nichts aus mir geworden, nichts als ein Dichter.“

 

Heute ist das Verhältnis der Deutschen zu Heine entspannter als noch, sagen wir, vor fünfzig Jahren.
Aber kennen wir ihn wirklich? Unsere Aufforderung: „Vorzüglich. Muss gelesen und gehört werden!“

 

Am 11. Juli 2024 um 19.30 Uhr liest Rudolf Guckelsberger (SWR) 

 im Friedrich aus den Memoiren von Heine.

Wir freuen uns auf ihn und werden bei einem Gläschen Wein fröhlich den Texten lauschen. 

 

Leider schon ausverkauft.

 


 

 

 

 

 

 

 

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© Birger Laing